Silberuhr

Nur 3 Uhren in Silbergehäusen haben sich aus dem 16. Jh erhalten.

 

Diese Türmchenuhr um 1570 hat ein Gehäuse, das teilweise aus Silber gegossen ist und teilweise aus getriebenen und durchbrochenen Silberreliefs auf Messinggrund besteht. Die Silberreliefs zeigen Tugenden (Caritas, Prudentia, Fides). Weitere Tugenddarstellungen finden sich auf dem Sockel. Auf der Vorderseite Silberzifferblatt mit Weckereinstellscheibe und originalem Silberzeiger. Darunter in Silberrelief schlafender Putto mit Sanduhr und Schädel sowie Spruchband Fugit Aetas vis Vanita (Die (Lebens-)Zeit vergeht, die Vergänglichkeit ist unausweichlich). Werk mit Eisenplatinen und Messingpfeilern. Süddeutschland, wahrscheinlich Augsburg. Ebenholzsockel mit Reliefplaketten aus vergoldetem Silber, die Tugenddarstellungen anhand antiker Sagen zeigen (Holz später). (Fotos während und nach der Restaurierung der Uhr, durchgeführt durch Jürgen Ehrt)

 

Eine weitere Uhr in einem Silbergehäuse mit Email-Einlagen von David Altenstetter wurde um 1583 geschaffen und war die 'Cammer-Uhr' des Kaisers. Heute Kunsthistorisches Museum, Wien.

 

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